CDU-Minister fordert Alterskennzeichnung für Internetseiten
Laut dem Westen, hat der NRW-Familienminister der CDU Armin Laschet eine Alterskennzeichnung für Webseiten gefordert.
Er begründet diese Forderung damit, dass aktuelle Jugendschutzfilter nicht in der Lage wären, für ein angemessenes Schutzniveau zu sorgen. Nur mit einer Alterskennzeichnung könne man Filterprogramme entwickeln, "die verlässlich alle Inhalte von den Kindern fernhalten, die die Eltern für ungeeignet erachten."
Da wünscht man sich doch glatt, solche Menschen würden sich eher darum kümmern, Kühe zu schützen. Wie stellt sich so jemand das Internet vor? Wie einen Verlag, bei dem ohne ausdrückliche Genehmigung vom Chef nichts veröffentlicht wird?
Gerade das "Web 2.0" sorgt doch dafür, dass ein Anbieter einer Plattform kaum noch Kontrolle darüber hat, was an Inhalten von seinen Nutzern eingestellt werden. Und wozu übereifrige Filter führen, konnte man auch vor kurzer Zeit nachlesen. So hat die FIltersoftware JusProg zahlreiche vollkommen unverfängliche Seiten geblockt. Ob da die vom Minster geforderte unabhängige Prüfstelle mehr Fingerspitzengefühlt bewiesen hätte, lässt sich nur vermuten.
Aber eines ist klar: Es ist Wahlkampf. Und wieso denkt denn niemand an die Kinder?
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