Schlägerei am morgen bringt Kummer und Sorgen
Es gibt Dinge, die braucht man morgens einfach mal so überhaupt gar nicht. Dazu gehört z.B., dass im Bus ein fülliger Erwachsener einen fülligen Jugendlichen beschimpft, weil der ihm nicht genug Platz macht um zur Türe zu kommen. Und noch weniger braucht man dann den Jugendlichen, der auf den Erwachsenen einschlägt...
Klingt jetzt glücklicherweise dramatischer, als es im Endeffekt war. Denn der Jugendliche hatte ziemlich fix meine Wenigkeit im Nacken hängen, was ihn hinreichend irritierte um mich als neues Ziel zu wählen. Jetzt kam auch in seine Freunde etwas Bewegung. Nett wie man ist, schlägt man natürlich nicht zurück, sondern macht sich mehr Sorgen um seine Brille, die auf dem Boden landet. Was die Jungs dann genug irritiert hat, um sie aufzuheben und mir zurückzugeben.
Fix die Polizei angerufen und dann gewartet... Irgendwann lies der Busfahrer dann die Kiddies raus, die dann draussen auf den nächsten Bus gewartet haben, und wohl auch reichlich fertig mit den Nerven waren. Eine solche Show gibt es auch in Kelsterbacher Bussen nicht jeden Morgen. ;)
Das Ende vom Lied war dann, dass auf gegenseitige Anzeige verzichtet wurde, sich alle brav die Hand gaben und wieder lieb hatten. Jap, man hat nämlich Respekt in Kelsterbach. Zwar nicht genug, um auf Beleidigungen bzgl. der Körperfülle zu verzichten und auch nicht genug, um dann nicht auf den Beleidigenden einzuschlagen. Auch Zeugen kann man problemlos auch noch anmaulen - selbst wenn sie bestätigen, dass der eigene Kumpel beleidigt wurde, bevor er austickte.
Ausser einem fetten Adrenalinschub (nicht positiv) und der Erkenntnis, dass es sich in einem Bus wirklich schlecht prügelt, war ich dann 25 Minuten später auf der Arbeit als geplant. Hurra!