Christian Hufgard

Der Mensch

Ich bin Jahrgang 1979 und habe nach meinen Abitur im Jahr 1998 meinen Wehrdienst abgeleistet. Danach folgte ein duales Studium an der Berufsakademie Mannheim, das ich als "Diplom-Ingenieur für Informationstechnologie, Fachrichtung Netzwerk- und Medientechnik (Berufsakademie)" abgeschlossen habe. Seit dem 1. Oktober 2002 arbeite ich bei Lufthansa Systems und bin dort für eine Flugvorbereitungssoftware zuständig. Über diese erhalten Cockpit- und Kabinencrews sowie das Bodenpersonal die für die Flugvorbereitung und Durchführung relevanten Informationen.

Aufgrund meiner Parteitätigkeit, meiner Berufstätigkeit und dem starken Wunsch, verheiratet zu bleiben, bleibt leider zu wenig Zeit für Sport. Ich spiele gelegentlich beim TUS Kelsterbach Basketball. Ich habe mehrere Jahre Modern Arnis gelernt und auch als Trainer gelehrt. Von verschiedenen Auftritten in der Zeit gibt es auch Videos bei YouTube. Ich habe auch immer wieder ein paar Jahre Volleyball gespielt, mich am Handball probiert und ganz früher dem Turnen gewidmet.

Der Vater

Seit 2010 hält mich unser großer Sohn auf Trab. Unterm Strich stellt er relativ wenig Unfug an, aber er kann durchaus das Nervensägenpotential eines versierten Online-Trolls entfalten ;). Aber zum Glück stimmt das gute alte Klischee, und ein Lächeln macht alles wieder gut. Oder die Ruhe, wenn er dann doch nach der dritten Gute-Nacht-Geschichte im Bett liegen bleibt. Oder ein "Papa, ich hab dich lieb." 2013 kam dann nochmal Nachwuchs und seitdem haben wir doppelt so viel Spaß - bei der Hälfte an Schlaf.

Der Ehemann

2002 lernte ich viele neue Kollegen kenne. Trotz der üblichen Vorbehalte ging ich das "Risiko" ein, mich mit einer Kollegin zu verabreden. Wir sind jetzt seit einigen Jahren glücklich verheiratet und geben unser Bestes, um den erwähnten Sohn irgendwie zu erziehen. :o)

Der Urheber

Wenn ich, was leider viel zu selten vorkommt, etwas Zeit habe, blogge ich hier auf der Seite oder bei den Musikpiraten. Ich bin der erster Vorsitzender dieses Vereins, seit dem er 2009 gegründet wurde. Ich höre sehr gerne Musik, bevorzugt auf dem Remix-Portal ccMixter, auf dem ausschließlich unter Creative Commons lizenzierter Musik veröffentlicht wird und seit ein paar Monate veröffentliche ich dort auch DJ Sets aus den besten Songs des Monats. Wie so ziemlich jeder fotografiere ich auch allerlei. Aber worauf ich ganz stolz bin, ist dieses Musikvideo.

Der Pirat

Lange bevor ich Pirat wurde, hatte ich eine Art politisches Erweckungserlebnis: Den Zusammenbruch der DDR. Ich war entsetzt darüber, wie ein Staat seine Bürgerinnen und Bürger derart bespitzeln kann. Im Laufe meines Studiums wurde mir dann bewusst, dass mit moderner IT so ein Überwachungsstaat noch viel "effizienter" gestaltet werden kann. Als dann offiziell zugegeben wurde, dass Echelon kein Hirngespinst von irgendwelchen Hackern ist, machte ich mir ernsthaft Gedanken. Danach spielte Rot-Grün die Vorratsdatenspeicherung über die EU-Bande, mit Hartz-IV wurde die Entmenschlichung des Sozialstaats perfektioniert und die Musikindustrie entdeckte, dass man mit Abmahnungen viel mehr Geld verdienen kann, als mit dem Verkauf von Tonträgern.

Was tun? Die CDU machte generell nicht durch Rücksicht auf Bürgerrechte oder ein Bekenntnis zu einem weltoffenen Staat auf sich aufmerksam und die FDP - nunja, ich bin halt IT'ler und kein Apotheker. Auch war es bezeichnend, dass Leutheusser-Schnarrenberger aufgrund des "Ja" der "Liberalen" zum großen Lauschangriff zurückgetreten war. PDS/Die Linke war auch kein Hoffnungsträger - als offizielle Nachfolgepartei der SED, die ja für den Überwachungsstaat in der DDR verantwortlich war. Das rot-rote Polizeigesetz in Berlin bestätigte diese Vorsicht durchaus, wenn es auch ansonsten heute vor allem die Linke ist, die immer wieder Kritik an den Überwachungsplänen der Regierungen übt. Davon war Anfang des Jahrtausends aber noch sehr, sehr wenig zu sehen.

2006 der Lichtblick: In Schweden wurde die Piratpartiet gegründet. Eine Partei, die sich vor allem für die Freigabe des Filesharings stark machte, da sie den aussichtslosen Kampf dagegen als Hauptgrund für Gesetze ausmachte, die die vollständige Überwachung des Internets als Ziel haben. Die Gründung der Piratenpartei in Deutschland verpasste ich, aber am 1. Oktober 2007 las ich die Ankündigung einer Mahnwache auf der Konstablerwache in Frankfurt. Vor Ort wurde ich dann um eine Unterstützerunterschrift gebeten, damit die Piratenpartei in Hessen an der Landtagswahl teilnehmen darf. Ich unterschrieb und hatte sofort im Hinterkopf "dafür landest du doch unter Garantie in irgendeiner Datenbank" und beschloss, dass dazu dann auch ruhig die Mitgliederdatenbank der Piratenpartei kommen könnte. Seitdem bin ich mit der Mitgliedsnummer 604 an Bord.

Wenig Wochen später fragte mich Thorsten Wirth, ob ich nicht bei der Pressearbeit mithelfen wollte. Ich wollte, und wurde irgendwann danach offiziell auch Pressesprecher des Landesverbands Hessen. Über eine CD des OpenMusicContest wurde dann mein Interesse an den Creative-Commons-Lizenzen geweckt und ich wurde nach und nach zu einem der Urheberrechtsexperten der Piratenpartei, diskutierte auf diversen Podien mit verschiedensten Leuten und reichte dann den mit vielen anderen Piraten erstellten PA149 ein. Dieser in Offenbach fast einstimmig angenommene Antrag ist seitdem der offizielle Vorschlag der Piratenpartei, wie das Urheberrecht zu reformieren ist und auch Grundlage für den Urheberrechtsteil im Wahlprogramm.